Über mich…

Über mich

Ich lebe in Hamburg, habe BWL studiert und arbeite in Sales für ein großes Pharmaunternehmen. Ich habe mir mittlerweile eine für mich recht schöne Werkstatt eingerichtet, in der ich unfassbar gerne Zeit verbringe. Angefangen mit Holz, probierte ich mich auch in Beton, Epoxid und Metallbearbeitung. So musste auch die Werkstatt immer wieder angepasst werden, aber ich glaube das ist ein allgegenwärtiges Problem und eine Werkstatt ist nie fertig!;) Bei jedem Projekt versuche ich etwas Neues auszuprobieren, eine neue Methode, unbekannte Verbindungsart, ein Finishprodukt oder ein neues Gerät, so erweitere ich meine Skills und wachse mit jedem Projekt. In diesem Blog verfasse ich die Anleitungen zu den Projekten und offenbare dir die Methoden, wie ich es gemacht habe. Es ist allerdings wie in Mathe, um eine Gleichung zu lösen gibt es viele Wege;) Es gibt also viele weiteren Möglichkeiten. Möglichkeiten eine Schublade zu bauen, Möglichkeiten zwei Leisten miteinander zu verbinden, Möglichkeiten der Oberflächenbehandlung. Also sei kreativ, nehme gerne meine Anleitung und setze sie 1:1 um oder integriere deine Ideen und Wünsche hinein und erschaffe etwas ganz Persönliches!

Wie hat es angefangen?

So trivial es klingt, meine Bereitschaft Möbel zu bauen, entstand aus Not, Mut und Neugier.

Ich bin umgezogen und habe mich auf die Suche nach neuer Möbel gemacht. Tage vergingen, die Suche ergab keine Treffer. Es gab immer wieder Möbelstücke die mir gefallen haben, entweder hatten diese jedoch nicht die Farbe, Größe, Form oder waren schlicht und einfach nicht erschwinglich. So musste ich entweder Kompromisse eingehen oder tiefer in die Tasche greifen. Weder noch kam irgendwie infrage. In einem dieser Verzweiflungsmomente kam ich auf die wilde Idee, dass es bestimmt nicht so schwer sei so einen großen Esstisch selber zu bauen. Die ersten Inspirationen und Anleitungen waren nicht schwer zu finden. Ich stellte fest, dass im englischsprachigen Raum die DIY- und Möbelbaukultur sehr fortgeschritten war und nachdem ich eine ganze Menge Videos inhaliert habe, mir eine hässliche Zeichnung des neuen Tisches angefertigt und genügend gewonnene Informationen notiert habe, sammelte ich genug Mut und Selbstvertrauen und fuhr Richtung Baumarkt.

Ob ich bis dato handwerklich besonders begabt war? Nun ja, ich besaß einen Akkuschrauber und habe schon mal Möbel aus dem schwedischen Möbelhaus zusammengebaut. Und ich habe schon mal selber Bilder aufgehängt. Durch mehrere Umzüge beherrschte ich auch einige Renovierungsarbeiten. Mit Möbelbau hatte ich jedoch keine praktischen Berührungspunkte.

Nun, stand ich im Baumarkt meines Vertrauens. Mit einem Plan und einer Materialliste in der Hand. Zwischendurch habe ich mir auch noch die „Kreg Jig- Bohrschablone“ bestellt, was im englischsprachigen Raum unter den DIY-er sehr propagiert wurde. Die Bohlen und Kanthölzer wurden von einem Mitarbeiter freundlicherweise zugeschnitten, Leim, Beize, Nägel lagen im Einkaufswagen und dann war ich für meinen ersten Tisch offensichtlich bestens ausgestattet!

Ein massiver rustikaler Esstisch für das Wohnzimmer an dem Freunde und Familie gemeinsam feiern könnten. Das war mein Ziel. Und das Ziel habe ich erreicht! Ja, zugegeben, mit Schweiß und Tränen. Mit Momenten aufgeben zu wollen, Selbstgesprächen wie ich denn überhaupt auf die blöde Idee kommen konnte und fröhlichen Momenten wo ein bestimmter Schritt gut funktioniert hat. Mit Fehlern: ich habe nicht vorgebohrt und Holz ist geplatzt; ich habe die Kreg Schablone nicht richtig eingestellt und habe durch Plastik gebohrt und somit diese ein wenig beschädigt; ich habe die Fläche nicht gut genug abgeschliffen und somit war diese zu rau und nahm die Beize nicht gleichmäßig auf. Aber, als der Tisch dann fertig stand – war ich dennoch begeistert! Und er steht bei mir immer noch, die kleinen Fehler habe ich aber mit der Zeit so gut es ging korrigiert;)

Heute, jedes Mal wenn ich auf den Tisch blicke, denke ich an den Anfang. Nur zwei Werkzeuge und Internet Wissen waren genug um einen großen schönen Esstisch zu kreieren. Und so kam ich auf den Geschmack!

Natürlich habe ich mich vor dem Beginn des zweiten Projektes noch besser vorbereitet. Noch mehr Recherche betrieben, Fehler notiert und nach Lösungen gesucht, Videos angeschaut und Abläufe im Kopf durchgegangen, wie ich die Qualität des nächsten Möbelstückes steigern kann. Und das mache ich heute noch! Und das wünsche ich auch dir: sei neugierig, sei wissbegierig, tausche dich aus, probiere Sachen aus, teste deine Maschinen und nimm dir Zeit! Denn dein Hobby soll dir Spass machen und sich nicht wie eine Pflicht anfühlen!

Wie ist der Name Bandida Rustica entstanden

Nach den ersten Möbelkreationen und einem positiven Feedback seitens Familie und Freunde habe ich mich entschieden mich bei Instagram anzumelden. Dazu kam auch nochmal die Neugier ob es noch mehr gleichgesinnte gibt die aber nicht auf Youtube aktiv sind. Ich hatte zu dem Zeitpunkt jedoch keinerlei Erwartungen, ich wusste noch nicht mal wie Instagram zu bedienen ist… Nun fragte ich mich ob ich mich unter meinem Namen anmelde oder an dieser Stelle schon einen Brand schaffe, denn man weiß ja nie wie sich so ein Hobby entwickelt, dachte ich! Außerdem gefiel mir die Idee alle Möbelstücke die ich vielleicht im Auftrag baue mit meinem persönlichen Logo zu versehen. Ich habe verschiedene Worte miteinander kombiniert, meistens aber hatten sie kaum einen Erkennungswert oder könnten aufgrund von Copyright Bestimmungen problematisch werden. In welchem Augenblick genau ich auf den Namen Bandida Rustica kam, kann ich nicht mehr sagen. Welche Hintergründe dieser hat, schon.

Meine Möbelstücke haben meistens ein rustikales Design, sind schwer und massiv, gelegentlich kombiniere ich verschiedene Beizen oder bearbeite Holz so dass es alt und verwittert aussieht. Daher wollte ich, dass diese Faktoren in den Namen einfließen.

Bevor ich tatsächlich angefangen habe eigene Ideen umzusetzen, musste ich mir eine gewisse Basis an Wissen und Methoden aneignen. Also habe ich mir einige Blogs durchgelesen, viele Videos geschaut, ich war unterwegs in den Möbelgeschäften und habe Bilder gemacht von den Möbelstücken die mir gefielen und Bauweise die mich beeindruckte, aber auch virtuelle Shops und Pinterest spendeten gute Inspiration. Mangel an Wissen drosselte meine Kreativität also habe ich anfangs mehr die Möbelstücke nachbauen bzw. nachahmen wollen, also raubte ich buchstäblich fremde Ideen, so kam ich auf den zweiten Bestandteil meines Namens. Die spanische Version fand ich melodischer als auf Deutsch oder Englisch. So ist der Brand Bandida Rustica geboren.  

Wenn du noch irgendwelche Fragen hast oder was über mich erfahren möchtest, lade ich dich gerne dazu ein mich auf Instagram zu besuchen und mit mir in Kontakt zu treten.

Viel Spaß auf meinem Blog!